Was kostet das Smart Home ?

„Was kostet das Smart Home ?“

Das ist eine der am meisten gestellten Fragen !

Natürlich ist die Antwort wie immer : das kommt darauf an. Insbesondere die Punkte „Umfang der Steuerung“ und „Zuverlässigkeit“ wirken sich direkt auf die zu veranschlagenden Kosten aus.

Beispiele: Aktoren

Dabei reicht die Spanne von einfachen funkgeschalteten Adaptern in der Steckdose (z.B. für Leuchten) für ca. 35€ pro Schaltpunkt bis zu professionellen KNX Aktoren für ca. 130€.

Werden Reiheneinbaugeräte verwendet, so reicht auch hier die Spanne von 15€ …60€ pro Schaltpunkt. Insbesondere bei diesen Geräten werden die Schaltpunkte mit steigender Anzahl an Kanälen in einem Gerät immer preiswerter.

 

Beispiele Sensoren:

Auch bei den Sensoren gibt es ein ähnliche Spanne von ca. 15€ … 80€ pro Kanal. Beispielsweise kostet ein Gira Tastsensor 3 Komfort + Busankoppler (mit 6 Tasten, Temperaturfühler und Raumtemperaturregler) ca. 140€ –> 23,30€ pro Kanal. Verwendet man auch hier wieder Reiheneinbaugeräte erreicht man ca 16€ pro Kanal.

Loxone Taster (Air) kosten ca. 105€ –> ca 20€ pro Tastpunkt (Temperatur- und Feuchtigkeitssensor inklusive), das ist auf jeden fall eine empfehlenswerte Lösung.

 

Beispiel Verkabelung:

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Elektroinstallation empfehle ich für ein Haussteuerungs-Projekt eine sternförmige Verkabelung der meisten Anschlußdosen zu einer Hauptverteilung (alle Leuchten, alle Steckdosen, SAT, Ethernet, Telefon, Brandmelder/Kabel für Tür-,Fenster- und weitere Kontakte). Dadurch entsteht zwar ein wesentlicher Mehraufwand, der jedoch durch die spätere Flexibiltät aufgewogen wird. Es ist mit den 2..3 fachen Kosten einer herkömmlichen Installation zu rechnen.

 

Beispiel Hauptverteilung:

In der Regel wird eine deutlich größere Hauptverteilung benötigt. Zusätzlich empfehle ich, das alle ankommenden Kabel aus dem Haus auf Reihenklemmen aufgelegt werden. Es ist mit den 3 ..5 fachen Kosten einer herkömmlichen Installation zu rechnen.

 

Beispiel Ersatz konventioneller Steuerungen:

In einem konvetionellen Neubau finden sich eine Reihe von autarken Steuersystem, z.B. für Jalousien, Pumpen, Treppenlicht, Aussenlichter usw. . Diese herstellerspezifischen autarken Steuersysteme können entfallen und werden durch die Haussteuerung (in der Regel preiswerter) ersetzt.

Für diese Steuerungen können viele Hundert Euro eingespart werden.

 

Beispiel Zukunftssicherheit:

Bei der Planung eines Smart Homes wird von einer Lebensdauer der Installationen von mindestens 20..30 Jahren (sehr konservativ) ausgegangen. Es wird in einem solchem Zeitraum immer wieder vorkommen, dass einzelne Hersteller und/oder einzelne Produktlinien vom Markt verschwinden. Daher sollte bei der Planung beachtet werden, dass ein System gewählt wird, welches offene Standards verwendet und/oder von mehreren Herstellern angeboten wird. Sollte dennoch ein (ggf. preiswerteres) proprietäres System eines Hersteller gewählt werden, muss die Planung eine leichte Austauschbarkeit dieser Komponenten vorsehen.

 

Beispiel Steuerungskomponente:

Diese zentrale Komponente ist wiederum in vielen verschiedenen Varianten verfügbar. Beispielsweise kostet der Miniserver der Fa. Loxone ca 500€, zur Visualisierung können jegliche Tablets mit Android oder iOS verwendet werden.

 

Fazit:

Die gestellte Frage ist nicht einfach zu beantworten. Sicher ist es, dass ein Smart Home Mehrkosten im Vergleich zu einer konventionellen Installation verursacht. Dies beginnt bei ca. 2000€ …3000 € für grundlegende Funktionen, nach oben sind die Kosten wie immer vom gewünschten Leistungsumfang abhängig.

 

Bitte sprechen Sie mich für eine genauere Kostenschätzung für Ihr Projekt an !

 

* alle Beispiele Brutto